Unsere Emotionen und Gefühle können uns sehr belasten. Manchesmal so sehr, dass wir versuchen, sie auszublenden und zu unterdrücken. Daraus resultiert, dass wir uns in emotionaler Taubheit zurückziehen.

    Emotionale Taubheit – was ist das?

    Wenn wir unsere Gefühle für längere Zeit unterdrücken, kann es dazu führen, dass wir emotional nichts mehr fühlen. Dass wir Gefühle nur noch wie in Watte gepackt spüren. Das hat auch körperliche Auswirkungen, auch unser körperliches Empfinden kann dadurch abstumpfen. Spürbar ist dies dadurch, dass eben kaum noch Hautreize aufgenommen werden.

    Emotionale Ausgeglichenheit

    Die Schutzreaktion, alle Gefühle zu unterdrücken kann zeitweise hilfreich sein. Aber sie ist auch irgendwann nicht mehr nötig. Dann wollen wir wieder etwas spüren. Mehr Lebendigkeit in unserem Leben. Dazu gibt es Strategien, die wir nutzen können, um uns sanft wieder in ein Gleichgewicht zu holen.

    Was sind nun die Strategien bei emotionaler Taubheit

    Was kann dir helfen, wenn du nichts mehr fühlst. Wenn du deine Gefühle so sehr unterdrückt hast, dass du auch körperlich kaum noch Sinneswahrnehmungen vernimmst?

    Ich gebe dir hier ein paar Beispiele an die Hand. Diese Liste ist lang nicht vollständig und wenn du diese um deine eigenen Strategien ergänzt, dann kannst du sie auch ganz auf deine Bedürfnisse anpassen.

    Rückzug an einen imaginären Ort

    Wenn du dir einen imaginären Ort schaffst, der dir Sicherheit und ein gutes, angenehmes, aufbauendes Gefühl gibt. Ein Ort, der nicht einem realen Ort entsprechen muss. Du kannst dir einen Ort am Meer vorstellen, oder aber auch an einem kleinen Bach oder auf einem Berg. Egal, wo. Hauptsache, Du fühlst dich gut, wenn du an diesen Ort denkst.

    Diesen Ort kannst du immer dann aufsuchen, wenn es dir nicht gut geht und du dir mehr Sicherheit und Geborgenheit in deinem Leben wünschst.

    Oft fehlt uns Sicherheit und Geborgenheit in unserem Leben. Wir sehnen uns danach, aber bekommen es nicht. Dann können wir uns diese Sicherheit und Geborgenheit selbst schaffen, indem wir einen Raum kreiren, der nur uns ganz allein gehört. Ein Raum, der uns gut tut und unser Bedrüfnis nach Sicherheit und Geborgenheit stillt.

    Welchen imaginären Ort möchtest du erschaffen? Fühlst du dich am Meer ruhig und friedlich, oder bist du lieber auf dem Gipfel eines Berges und siehst den strahlenden Sonnenaufgang?

    Nimm dir Zeit deinen Ort zu erschaffen. Komme auch immer wieder dorthin zurück… Erschaffe immer mehr Details. Das ist dein Rückzugsort. Dein Ort, der dir Sicherheit und Geborgenheit gibt, wenn du dich emotional überfordert oder emotional taub fühlst.

    Eng umschlungen in eine Decke kuscheln

    Einpucken, nennt man das. Säuglinge werden gepuckt, damit sie sich beruhigen. Die Enge um sie herum gibt ihnen Sicherheit. Ein Gefühl, welches sie im Bauch der Mutter gespürt haben. Dort war es auch eng, warm und wohlig. Und sie waren immer bestens versorgt. Dieses Gefühl geben wir kleinen Babys, wenn sie auf der Welt sind, indem wir sie in den Arm nehmen und an uns kuscheln. Oder wenn wir sie auch mal beiseite oder zum schlafen legen, kann ihnen eine eng umschlungene Decke / Tuch helfen, sich weiterhin umarmt zu fühlen.

    Wir sollen auch als Erwachsene lernen uns unsere Bedürfnisse selbst zu erfüllen. Wir können ja nicht immer darauf hoffen oder warten, dass eine andere Person auftaucht und uns umarmt und kuschelt, damit es uns wieder besser geht.

    Daher können auch wir als Erwachsene es nutzen, dass sich ein wohliges Gefühl einstellt, wenn wir uns eine Decke eng um den Körper wickeln.

    Probier es doch einmal aus. Nimm eine kuschlige Decke und lege sie dir um die Schultern, wickle sie dir vorn einmal eng um den Körper. So, dass du eventuell sogar nur noch deine Unterarme leicht bewegen kannst. Und dann spüre in dich hinein, ob sich das für dich angenehm anfühlt. Ist etwas zu fest oder unangenehm, dann lockere die Decke etwas und spüre nochmal nach, ob es jetzt angenehmer ist.

    Alternative: Es gibt kiloschwere Bettdecken, die das Gefühl einer Rüstung vermitteln können. Bevor du dir allerdings so eine teure Anschaffung übrelegst, versuche doch, ob nicht eine „normale“ Kuscheldecke reicht.

    Sanfte Gerüche

    Wenn wir uns emotional taub fühlen, wollen wir uns damit auch vor der „schädlichen“ und „beängstigenden“ Außenwelt schützen. Sanfte Gerüche, können uns auf leichte Art und Weise helfen, uns wieder für unsere Außenwelt zu öffnen, ohne gleich in „Gefahr“ zu sein.

    Du kannst dir dazu entweder Aromaöle oder auch einen Aromadiffusor kaufen. Gering dosiert wirken die Aromen auf dein Unterbewusstsein und indirekt stärken sie dich.

    Wenn du keine Aromaöle daheim hast. Zimt, ist auch ein Gewürz, welches etwas gemütliches, warmes ausstrahlt. Du kannst damit dein Essen würzen, oder es in eine kleine Schale streuen, um daran zu schnuppern.

    Noch mehr Strategien bei emotionaler Taubheit findest du in meinem IGTV auf Instagram. Klicke hier

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