Deine Schritt für Schritt Anleitung für das perfekte Anschreiben

Das Anschreiben ist für viele die größte Herausforderung bei der Erstellung der Bewerbungsunterlagen. Du möchtest eine Bewerbung schreiben, welche überzeugt, welche dir den Job verschafft auf den Du dich bewirbst. Und das fängt mit dem Anschreiben an.

Hilfe! Was soll ich nur schreiben?

Warum ist das Schreiben des Anschreibens deine größte Herausforderung? Vielleicht liegt es daran, dass Du nicht weißt wo Du anfangen sollst. Oder dir all die hilfreichen Tipps, welche Du bisher gelesen hast alt und verstaubt vorkommen. Und auch wenn Du noch so viele schlaue Tipps gelesen hast, fällt dir auch nicht viel mehr ein als die ausgeschriebene Position „spannend“ zu finden. Dabei klingt das Anschreiben von Anfang bis Ende gekünstelt und so gar nicht nach dir selbst. Dabei ist es gar nicht so schwer. Mit meiner Schritt für Schritt Anleitung zum perfekten Anschreiben musst Du dich nicht mehr vor dem Anschreiben fürchten.

Niemals Serienbewerbungen versenden

Ganz wichtig und eigentlich selbstverständlich, wir lassen uns aber immer wieder dazu verleiten: Nie, solltest Du ein Anschreiben als Serienbrief verwenden und nur den Namen des Unternehmens und des Ansprechpartners austauschen. Egal wie verlockend es ist und wie frustriert Du schon bist – mach es nicht.

Personaler brauchen nur die ersten Zeilen zu lesen und schon legen sie womöglich deine Bewerbung beiseite, in den Ordner für die Absagen. Denn in deinem Anschreiben soll es darum gehen, warum genau Du die Kandidatin für das Unternehmen bist. Das wirst Du mit austauschbarem bla bla nicht erreichen. Bist Du mit der Aufgabe überfordert jedes Mal ein neues und individuelles Anschreiben zu verfassen, dann schreibe lieber weniger Bewerbungen. Konzentriere dich dann lieber auf die Positionen, die dich wirklich interessieren. Nur dann werden diese auch richtig gut.

Je nach Job kannst Du natürlich Teile des Anschreibens wie beispielsweise deine Erfahrungen, wiederverwenden. Aber es muss immer für die aktuelle Stellenausschreibung, auf das angeschriebene Unternehmen, passen.

  1. Die Anrede

Ich habe es schon öfter geschrieben, aber gern sage ich es hier nochmal: Du solltest dein Anschreiben immer an den richtigen Ansprechpartner richten. „Sehr geehrte Damen und Herren“ ist allgemein gehalten. Da fühlt sich der Personaler nicht angesprochen. Wenn er bei der Stellenanzeige sogar namentlich genannt wird, dann erwartet er auch von den Bewerbern ein persönlich an sich gerichtetes Anschreiben.  Und wenn in der Stellenanzeige niemand als Ansprechpartner angegeben ist, dann rufst Du einfach bei der Firma an. Du erklärst, auf welche Anzeige hin Du dich bewerben willst (das geht auch bei einer Initiativbewerbung!) und fragst freundlich an wen Du deine Bewerbung richten kannst.

  1. Der erste Satz

Der erste Satz ist immer der schwierigste. Du möchtest dich ja zudem noch von der Masse abheben. Also kommen Floskeln wie „hiermit bewerbe ich mich für…“ nicht in Frage. Beginne dein Anschreiben mit einer Eigenschaft die dich hervorstechen lässt, mit deiner Leidenschaft oder Hingabe für das Unternehmen. Was besonders gut ankommt ist, wenn Du Bezug zu deinem Alltag einbauen kannst

>> Ich bin schon seit Jahren leidenschaftliche Leserin ihrer Zeitschrift, ihres Blogs, ihrer Unternehmenskolumne,…
>> Ich bin regelmäßige Kundin, weil mich Ihre Produkte überzeugt haben. Nun möchte ich Teil Ihres Unternehmens werden um…

Folgst Du dem Unternehmen / Mitarbeitern des Unternehmens in Social Media?

>> Mit Begeisterung folge ich @FirmennameXY auf Twitter, die von Ihnen umgesetzten Projekte …

Nimm Bezug auf die Unternehmenskultur, die Produkte des Unternehmens oder auch auf den Führungsstil im Unternehmen.

Wichtig: Alles ist besser als künstlich zusammengewürfelte Sätze.

  1. Der Hauptteil

Im Hauptteil, die nächsten zwei oder drei Absätze, solltest Du auf deinen bisherigen Werdegang eingehen. Deine bisherigen Stationen und Erfahrungen, welche besonders wichtig für die zu besetzende Stelle sind. Erwähne nicht nur wo Du überall gearbeitet hast, sondern auch welche Aufgaben Du hattest und was Du dabei gelernt hast / erfolgreich umgesetzt hast. Wichtig ist, deutlich zu machen wie Du deine Erfahrungen in die neue Stelle einbringen kannst.

Je nachdem wie viel Berufserfahrung Du schon hast, kannst Du ein oder zwei weitere Stationen angeben. Allerdings solltest Du darauf achten nur inhaltlich wichtige Erfahrungen, welche für die ausgeschriebene Position relevant ist, anzugeben. Nicht einfach den Lebenslauf nacherzählen, sondern ganz konkret das benennen, was für die neue Stelle relevant ist.

TIPP: Markiere dir in der Stellenanzeige welche Anforderungen der passende Bewerber mitbringen muss. Und daraus wählst Du genau die Stationen, bei denen Du tatsächlich etwas gemacht oder gelernt hast, was in der Stellenausschreibung verlangt wird. Wenn es nicht ganz genau passt, dann wähle Erfahrungen, welche wenigstens in Richtung der Anforderungen gehen.

Tätigkeiten, welche überhaupt nichts mit der ausgeschriebenen Position zu tun haben, oder wenn es sich nur um einen kurzen Übergangsjob handelt, solltest Du im Anschreiben nicht erwähnen.

  1. Der Schlussteil

Nie mehr: „Ich freue mich über die Einladung zu einem persönlichen Gespräch.“

Viel besser kannst Du den Schlussteil nutzen um hier nochmal mögliche Bedenken des Personalers aus dem Weg zu räumen und final herauszustellen, warum Du gerade bei Firma XY arbeiten möchtest.

>>Du bewirbst dich bei einem Unternehmen, welches weit entfernt von deinem Wohnort liegt? Dann könntest Du damit schließen, dass Du bald umziehst und nach einer neuen Herausforderung in der neuen Stadt suchst.

Hast Du zu Beginn schon deinen persönlichen Bezug zum Unternehmen aufgeführt, so kannst Du jetzt nochmal betonen, dass Du Teil des Ganzen werden möchtest.

>> Ihre Produkte XY und YX nutze ich fast täglich. Ich bin begeistert wie sehr sie mein Leben vereinfachen. Wie ich gelesen habe, werden Sie ihre Produktpalette erweitern. -> „Ich fände es toll, wenn ich demnächst nicht nur eine Kundin Ihres Unternehmens bin, sondern selbst dazu beitragen kann, dass Ihr Unternehmen (hier Firmennamen angeben) für noch mehr einzigartige Kocherlebnisse/Fahrerlebnisse/… für Millionen von Menschen weltweit sorgen kann.“

Kein Standard!

Natürlich macht ein individuelles Anschreiben mehr Arbeit als ein Standardschreiben. Aber Du möchtest doch nicht riskieren, dass deine Bewerbung nur deshalb weggelegt wird / abgelehnt wird, weil Du dir nicht die Mühe gemacht hast dich angemessen auf die Stellenausschreibung zu bewerben.

Ich weiß wovon ich spreche. Sowohl aus Sicht eines Bewerbers. Wie schnell man in die Versuchung kommt nur noch eine Bewerbung nach der anderen zu versenden. Und schnell diese lästige Arbeit loszuwerden.

Als auch aus Sicht langjähriger Personalrecruiting-Erfahrung. Hier habe ich mehr als 100te schlechte Bewerbungen gelesen. Welche uninspirierend, oberflächlich oder gar komplett nur mit Standardsätzen gespikt waren.

Eines kann ich sagen (auch wenn in manchen Positionen letztendlich der Lebenslauf entscheidender ist) ein schlecht geschriebenes Anschreiben, erhöht die Gefahr einer Absage (und da kann dein Lebenslauf noch so gut sein). Ich würde es nicht riskieren!

Fühlst Du dich immer noch überfordert mit dem Schreiben deines Anschreibens? Weißt Du gar nicht wo Du anfangen sollst, oder wie Du deine Gedanken in die richtigen Worte packen sollst?

nicole.fromhold(Replace this parenthesis with the @ sign)gmx.de oder schildere dein Problem hier in den Kommentaren. Manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht, oder die passenden Worte vor lauter „Standardgedanken“.

Dich zu unterstützen ist meine Aufgabe! Also, warte nicht länger und mach den ersten Schritt.

Du kannst auch gern den kostenlosen E-Mailkurs besuchen. Hier gibt es nicht nur Tipps zum idealen Lebenslauf, sondern viel mehr rund ums Thema Bewerbung.

Schau einfach hier mal vorbei