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Mach sichtbar, wie sehr du dir mit deinen stressigen Gedanken selbst weh tust

Nimm dir kurz Zeit und finde einen deiner stressigen Gedanken… Hier ein paar Beispiele:

  • „er sollte mir besser zuhören“
  • „ich bin zu dick“
  • „ich hab keine Zeit dafür“
  • „sie sollte sich bei mir melden“
  • „ich bin nicht gut genug“
  • „mein Chef kann mich nicht leiden“
  • „ich bin gnadenlos überfordert“
  • „ich muss hart arbeiten“…

Durch die dritte Frage von THE WORK „WIE reagierst DU?“ wird uns bewusst, welche Macht Gedanken auf unser Befinden haben.

Wenn du über jemanden enttäuscht, verärgert oder traurig bist, schaust du gewöhnlich auf die Person, welche du als Auslöser deiner Gefühle siehst. Du schimpfst laut oder in Gedanken über sie. Und in dir laufen ganze Geschichten ab, die du glauben anfängst. Die dritte Frage von THE WORK lädt dich dazu ein, deinen Schmerz sichtbar zu machen – den du dir (jeden Tag) selbst zufügst.

Wie reagierst du / was passiert, wenn du diesen Gedanken glaubst?

Nehmen wir als Beispiel „Mein Chef kann mich nicht leiden“:

Ich bin mir ganz sicher, dass er mich nicht leiden kann, denn mir fallen zig Dinge ein, die er gesagt oder getan hat, die mich in der Überzeugung stärken, dass er mich nicht leiden kann.

Wie reagiere ich darauf?

Ich bin sauer und wütend. Warum eigentlich ich so einen ekelhaften Menschen als Chef abbekommen habe. Ich bin gekränkt von seinem Verhalten und ziehe mich immer mehr zurück. Wenn ich von ihm angesprochen werde zieht sich alles in mir ruckartig zusammen und ich antworte nur kurz und knapp. Ich fühle mich unwohl, sobald er in meiner Nähe ist und ich würde am liebsten weglaufen.

Ich merke wie sehr mich dieser Gedanke nicht nur in meinem Kopf stresst. Durch diese Frage erkenne ich, wie sehr ich mich damit selbst quäle. Mir selbst täglich weh tue. Ich spüre die Schmerzen sogar körperlich. Und das schränkt mein Leben doch sehr ein.

Zudem merkt auch mein Umfeld auch, dass ich mich komisch / anders verhalte und reagiert ebenfalls mit Ablehnung darauf. So bekomme ich auch von anderer Seite das Gefühl nicht liebenswert zu sein oder nicht gut genug zu sein und komme immer weniger mit der Situation klar.

Ist es das was ich will? Wohl eher nicht. Eigentlich wollen wir doch alle Liebe, Anerkennung, Freude und Frieden in unserem Leben. Wir wollen uns nicht mit Dingen beschäftigen, die uns belasten. Und so dürfen wir lernen loszulassen. Und uns die Frage stellen: Wer wärst du ohne diesen Gedanken? (nächster Artikel)

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