Von einer Skala von 1 bis 10 – wie unzufrieden bist Du mit deiner beruflichen Situation?

Unzufriedenheit im Job ist ein weitverbreitetes Phänomen in Deutschland.

Fast jeder Zweite beschwert sich über schlechtes Arbeitsklima oder schlechte Arbeitsbedingungen. „Ich werde nur nach den Zahlen bewertet, nicht nach meiner tatsächlichen Leistung“, oder „Mein Chef kontrolliert mich ständig“. Diese Arbeitnehmer suchen händeringend eine Lösung für ihre berufliche Situation.

Das Problem für viele ist, dass sie sich an niemanden im Unternehmen wenden können. Denn Kollegen und auch der Chef sind meist die Auslöser für die Unzufriedenheit. Der Weg zur Personalabteilung wird oft gescheut, denn es könnten ja doch vertrauliche Informationen durchsickern. Was eigentlich nie so ist, die Angst davor bleibt bestehen.

Deshalb ist es gut sich mit einer unabhängigen, unbeteiligten Person über die Themen zur Unzufriedenheit auszutauschen. Denn auch die Sichtweise von Außen ist ideal um neue Lösungsansätze zu finden.

Nicht warten – Handeln

Ein ganz wichtiger Ansatz ist, nicht zu lange mit der Entscheidung zu warten. Das habe ich bei mir selbst, aber auch bei anderen immer wieder beobachtet.

Die Entscheidung, den Arbeitsplatz zu wechseln ist keine Einfache. Oft zögert man diese heraus, bis es unerträglich wird. Bis der Druck kaum noch zu ertragen ist.

Gute Gründe am alten Job festzuhalten, sind beispielsweise: Das Haus, welches abbezahlt werden muss, die Kinder für die man zu sorgen hat, die Arbeitsmarktssituation welche dich vielleicht auch fürchten lässt, dass Du einen schlechteren Arbeitsvertrag erhältst oder gar beim nächsten Job alles noch schlimmer wird. Die vermeintliche Sicherheit in der man sich befindet, sei sie das monatliche Gehalt oder emotional, lässt einen die Unzufriedenheit im Job eher hinnehmen. Getrieben von Ängsten und Sorgen redet man sich jahrelang ein, die Arbeitsstelle sei doch gar nicht so schlecht.

Du sollst nicht bei der kleinsten Schwierigkeit die Kündigung einreichen. Aber ich möchte dich dabei unterstützen eine Entscheidung zu fällen. Eine Entscheidung, die dir gut tut und die dich auf lange Sicht zufriedener, glücklicher und somit auch gesünder macht. Ich gehe davon aus, dass auch Du zufriedener und glücklicher sein möchtest. Eine Entscheidung die dich davon befreit eine Situation hinzunehmen, welche dich unglücklich macht.

5 Punkte die dir Klarheit geben

  1. Sei ehrlich zu dir selbst. Vergleiche deine jetzige Berufssituation mit den Erwartungen und Vorstellungen als Du eingestellt wurdest. Wurdest Du bei Beförderungen übergangen? Hat der Chef gewechselt und es hat sich etwas verändert? Ist das Betriebsklima so, wie Du es dir vorgestellt hast?
  2. Wie fühlst Du dich beim Betreten des Büros oder dem Gebäude deines Arbeitsplatzes? Energiegeladen oder müde? Fühlst Du dich häufig krank und schlapp? Zählst Du die Stunden bis zum Feierabend?
  3. Schreibe die Positionen und dein Gehalt der letzten 5, 10 oder 15 Jahre auf (je nach Berufserfahrung). Was hat sich getan? Wieviel bist Du der Firma tatsächlich wert? Deckt sich das mit deinen Vorstellungen? Oder ist dir das Gehalt wirklich weniger wichtig als die Kollegen und deine Arbeitsaufgaben?
  4. Noch genauer… Stelle dir folgende Fragen. Welche Situationen haben meinen Frust ausgelöst? Was genau hat sich verändert? Aus welchem Grund möchte ich nicht mehr mit meinem Chef zusammenarbeiten? Was stört mich, was mich früher nicht gestört hat?
  5. Zum Schluss: Definiere dein ganz „egoistisches“ Ziel für dich! Was macht dir Freude und was willst Du am Arbeitsplatz erreichen? Was möchtest Du verdienen? Wie soll das Team, der Chef, das Büro sein? Wo fühlst Du dich wohl und wo kannst Du am ehesten Du selbst sein?

 

Zufriedenheit gibt dir Energie

Hast Du für dich erst einmal herausgefunden, wie deine Situation wirklich ist und wo Du gerne hinkommmen würdest, dann spürst Du meist schon in welche Richtung deine Reise gehen soll. Wie fühlt es sich an zufrieden zu sein? Voller Energie, nicht wahr? Nutze diese Energie und erfülle deinen Wunsch nach beruflicher Zufriedenheit. Spreche mit deinem Partner (deiner Partnerin) darüber.

Es ist keine gute Idee überstürzt zu handeln. Deshalb benötigst Du klare Ziele und eine noch klarere Zeitvorgabe im Kopf. Nimm dir beispielsweise das nächste halbe Jahr Zeit um dich beruflich zu verändern oder sich die Veränderungen in deiner Firma durchgesetzt haben sollen.

Du kannst es schaffen! Vielleicht hast Du schon beim Lesen des Artikels gespürt, dass ein Wandel stattfinden muss. Haben sich eventuell schon Ideen in deinem Kopf gebildet, wie diese Veränderung funktionieren kann. Andererseits kann dir auch bewusst geworden sein, dass Du in deinem Job zufriedener bist als gedacht oder ein Wechsel längst überfällig ist.

Jeder hat es verdient einen Job zu haben in dem er zufrieden ist

Auch Du!

Solltest Du also wirklich unzufrieden sein, dann hoffe ich, dass Du den Weg aus dieser Unzufriedenheit raus schaffst. Sei es durch Veränderungen innerhalb deiner jetzigen Firma oder durch einen Jobwechsel.

Veränderungen innerhalb der Firma

Diese möchte ich hier nur kurz erläutern. Dazu wird es noch mehrere Artikel geben.

Veränderungen, welche deine Situation verbessern können, sind beispielsweise eine Gehaltserhöhung. Diese kannst Du mit einem oder mehreren Gehaltsverhandlungen erreichen.

Bist Du mit den Aufgaben unzufrieden, hilft eventuell ein Gespräch mit dem Chef, in dem Du auf deine Weiterentwicklung in der Bandbreite deiner Aufgaben oder mit dem Aufstieg in der Karriereleiter eingehst.

Wenn Du Probleme mit den Kollegen hast, hilft eventuell ein offenes Gespräch (in der Anwesenheit deines Chefs oder einer vertrauten Person innerhalb des Unternehmens). Oder, wenn keine Schlichtung möglich ist, eine Versetzung innerhalb der Firma.

Ist es dein Chef mit dem Du nicht klarkommst? Dann überlege, wie lange er wohl noch dein Chef ist (in manchen Firmen ändert sich das etwa alle 5 Jahre). Hältst Du es nicht mehr so lange aus? Könnte man das vielleicht in einem Gespräch klären? Eventuell geht es deinem Chef ähnlich wie dir und die Situation ist einfach zu sehr eingefahren.

Wie Du siehst, ist vieles auch ohne Bewerbung möglich. Sollte es aber gar nicht mehr gehen und deine Unzufriedenheit überhand nehmen, dann bewirb dich auf einen neuen Job. Es kann nur besser werden!

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Ein Artikel zum Thema Bewerbung