Was wir alles für die Wahrheit halten und warum wir uns immer wieder selbst einschränken

Glaubenssätze sind verinnerlichte Regeln und Erfahrungen, welche wir im Laufe unseres Lebens machen. Glaubenssätze beeinflussen unser Denken und somit auch unser Verhalten. Geprägt werden wir durch unsere Erziehung, unser Umfeld, unsere Kultur und vieles mehr.

Glaubenssätze wirken auch auf unsere Kommunikation und beeinflussen unsere Wahrnehmung.

Unsere Glaubenssätze haben starken Einfluss auf unser Verhalten. Sie motivieren uns und formen das, was wir tun. Wenn wir etwas glauben, verhalten wir uns so, als sei es wahr.

Positive Glaubenssätze sind wie Bevollmächtigungen oder wie eine Erlaubnis; sie geben uns die Freiheit zum Handeln, setzen unsere Fähigkeiten in Gang. Deshalb ist es von starker Bedeutung negative Glaubenssätze in positive zu verändern. Damit wir wieder die Freiheit erlangen und unser Leben so leben wie wir es uns wünschen.

Negative Glaubenssätze erkennen und überwinden

Glaubenssätze als solche zu erkennen ist recht schwierig. Denn oft werden diese durch Verallgemeinerung so in Stein gemeißelt, dass sie kaum noch als Glaubenssätze erkannt werden. Mir selbst geht es beispielsweise oft, dass ich denke: „Das macht/darf/soll man doch nicht.“ Das ist genauso einschränkend wie: „Ich kann das nicht.“.

Diese Glaubenssätze sind meist tief in unserem Bewusstsein verankert und begleiten uns in unserem täglichen Leben. Sie wurden geprägt durch

Wiederholung, Autoritäten oder durch signifikante emotionale Ereignisse.

Es besteht jedoch die Möglichkeit, sie auf gleichem Wege zu verändern und neu zu prägen. So besteht die Chance unnütze oder negative Glaubenssätze durch nützliche zu ersetzen. So ergeben sich vielfältige neue Lebensperspektiven.

Hast du in deinem Leben auch Glaubenssätze, welche dich daran hindern das zu tun was du willst? Die dich in deinem Leben einschränken, ob beruflich oder privat?

Kennst du auch Sätze wie: „Ich kann das (noch) nicht.“ „Ich bin viel zu schwach um mich gegen meine Konkurrenten durchzusetzen.“ „Ich kann den nächsten Schritt nicht wagen, was wenn alles noch schlimmer wird.“ „Ich brauche mich da gar nicht bewerben. Die nehmen mich eh nicht. Ich bin nicht gut genug für diesen Job.“.

All diese Glaubenssätze schränken das Leben ein. Es wird schwierig sich mit einer solchen Einstellung zu verändern. Gerade wenn man beispielsweise auf der Suche nach einem neuen Job ist. Jeder hat Angst vor einer Absage. Die ist aber kein Weltuntergang. Wirklich schlimm ist es aber sich wegen einer solchen Einstellung nicht zu bewerben. Noch nicht mal einen Versuch zu wagen. Denn so kannst du nur verlieren. Und dein Innenleben mit all deinen Glaubenssätzen und negativen Emotionen (die übrigens zusammenhängen) spiegelt sich nämlich auch im Außen und plötzlich funktioniert nichts mehr.

5 Wege um deine negativen Glaubenssätze ins Nirvana zu befördern

1 Mache dir deine derzeitigen Glaubenssätze bewusst

Wenn du gerade dabei bist dein berufliches Leben zu verändern, du aber merkst, dass irgendetwas dich daran hindert komplett dahinter zu stehen und die nötigen Schritte zu wagen, dann mache dir bewusst, welche Glaubenssätze dich beeinflussen. Hier ein paar Beispiele:

  • Ich bin nicht gut genug im Umgang mit dem Computer
  • Ich kann die geforderten Aufgaben nicht alle erfüllen
  • Mein Englisch ist nicht gut genug
  • Ich habe noch keine ausführlichen Bewerbungsunterlagen
  • Die wollen mich doch sowieso nicht
  • Da muss man ein Assessmentcenter durchmachen, das schaffe ich nicht

Mach dir alle Glaubenssätze zu dem Thema bewusst und schreibe sie dir auf. Egal ob positiv oder negativ. Mach dir ein Bild davon wie du z.B. über dein berufliches Leben wirklich denkst und was für eine Einstellung du davon hast.

2 Prüfe, ob deine Glaubenssätze dich bei deinem Vorhaben unterstützen

Ist deine Einstellung für dein Vorhaben förderlich, oder hält sie dich von deinem Vorhaben ab. Mach dir bewusst, dass negative Glaubenssätze meist durch unser Umfeld bestätigt werden. Wenn wir glauben, dass etwas mühsam oder schwierig ist, wird dies meist auch so eintreffen.

3 Finde neue positive Glaubenssätze

Um in deinem Leben voran zu kommen benötigst du lebensbejahende Glaubenssätze. Nimm die negativen Glaubenssätze und formuliere sie ins Positive um.

  • Ich bin fleißig und intelligent. Ich kann alles lernen, was ich will.
  • Ich habe schon viel schwierigere Dinge geschafft. Das schaffe ich auch.
  • Ich habe die Fähigkeiten alles zu tun, was ich mir vornehme.
  • Ich kann mir meinen Beruf selbst aussuchen.
  • Ich bin gut genug und finde den richtigen beruflichen Weg für mich.
  • Ein Assessmentcenter ist eine gute Gelegenheit das Unternehmen kennen zu lernen und Erfahrungen zu machen.

Ich kann alles tun und erreichen was ich will!

4 Verinnerliche deine neuen positiven Glaubenssätze

Es ist wichtig, dass du die Übung aus Schritt 3 wirklich schriftlich machst! Denn jetzt empfehle ich dir:

Hänge dir deine neuen Glaubenssätze irgendwo auf, wo du sie jeden Tag lesen kannst! Lies sie regelmäßig morgens und abends und mache sie dir bewusst, bis du sie komplett verinnerlicht hast und sie als wahr empfindest.

Besonders die Sätze: „XY ist schwierig und macht keinen Spaß“ und „Ich kann XY einfach nicht! Das ist nichts für mich!“ sofort und für immer aus deinem Wortschatz zu streichen. Diese Sätze hindern dich in deinem täglichen Leben und bringen dir überhaupt nichts.

Stelle dir stattdessen die Frage, was du genau brauchst, um das tun zu können, was du tun willst. Das macht viel mehr Sinn!

5 Handle so, als ob du es kannst

Der beste Weg herauszufinden was wirklich möglich ist und sich nicht mehr einzuschränken ist… Handle so, als ob du es kannst. Was du nicht kannst, wirst du auch nicht ausprobieren. Solange du aber glaubst, dass etwas unmöglich ist, wirst du tatsächlich nie herausfinden, ob es möglich ist oder nicht. Positive Glaubenssätze erlauben dir herauszufinden, was wahr sein könnte und wozu du fähig bist. Sie sind Erlaubnisscheine, die uns die Welt des Möglichen entdecken und in ihr spielen lassen.

Wenn du diese Schritte befolgst, dann wirst du sehr schnell merken, dass sich dein neues Bewusstsein auch schnell auf dein Umfeld auswirkt und du wirst genau die Dinge anziehen, die du ausstrahlst. Denn dein Innerstes spiegelt sich auch im Außen wieder. Und dein Außen wird dir von anderen wiedergespiegelt. So schaffst du dir durch positive Glaubenssätze auch ein positives Umfeld.

Dabei wünsche ich dir ganz viel Freude und Erfolg!

Deine Nicole

Welche Glaubenssätze möchtest Du verändern?

Quellen: Neurolinguistisches Programmieren: Gelungene Kommunikation und persönliche Entfaltung – Joseph O´Connor und John Seymour