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not your business

Oft schimpfen wir über den vielen Verkehr, das Wetter oder den Corona-Virus (der gerade leider immer noch die Welt in Atem hält).

Wir finden, dass sich Freunde oder Bekannt doch lieber ganz anders verhalten sollten oder wir genau wüssten was gut für sie ist.

Wessen Angelegenheit ist das eigentlich? Wenn du genau darüber nachdenkst, dann bist du in Absatz 1 (Verkehr und Wetter) sagen wir mal in Gottes Angelegenheit. Also bei einer Sache, die du nicht im geringsten direkt beeinflussen kannst. Bei Freunden / Bekannten oder auch deiner Familie – wie sieht es da aus? Genau. Wenn du dich da einmischst, denkst es besser zu wissen, bist du auch nicht besser dran – es ist deren Angelegenheit. not your business! Du möchtest ja auch nicht, dass sich andere in dein Leben einmischen, oder?

Wenn dich also etwas stört, wann genau kannst du etwas daran ändern? Richtig! Nur dann, wenn es in deiner Angelegenheit ist.

Toll… denkst du jetzt bestimmt. (und da nehme ich gern das Beispiel aus dem letzten Artikel) „Mein Mann sollte mir im Haushalt helfen“ Klar betrifft mich das! Wir leben ja im selben Haushalt. Wenn ich allein wäre, dann wäre das allein meine Angelegenheit… ABER so! ICH sehe gar nicht ein, dass ich das alles allein…

Und schon schimpfst du wieder darüber wie die andere Person sich verhalten sollte. Ich verstehe deinen Einwand. Ich verstehe auch das Gefühl, das dahinter steckt. Dennoch bin ich der Meinung, dass du dich mit der Aussage „Mein Mann sollte mir im Haushalt helfen“ nicht in deiner Angelegenheit befindest. Dass du dich unnötig damit stresst…

Wenn du dich in der Angelegenheit eines anderen befindest, bist du nicht mehr bei dir selbst

In Partnerschaften sind wir besonders anfällig dafür, uns einzumischen. Verhält oder entwickelt sich der andere nicht so wie wir es erwarten, so sind wir oft ganz schnell dabei uns einzumischen. Wir beginnen uns gedanklich und / oder verbal in das Leben des anderen einzumischen. Es wird die fehlende Kooperationsbereitschaft, der Mangel an Interesse, die langen Arbeitsstunden oder die unordentliche Art des anderen kritisiert.

Oft glauben wir, wir hätten das Recht uns in die Angelegenheiten des Partners einzumischen. Denn, was er / sie tut, kann ja einen großen Einfluss auf mich haben. Das stimmt – aber es bringt uns weg von uns selbst…

Wenn ich mir bewusst werde in welcher Angelegenheit ich mich befinde, lerne ich zu unterscheiden:

Was der andere tut – ist komplett seine Angelegenheit.

Wie ich darauf reagiere, das hingegen ist meine Angelegenheit!

Wie der andere mit meiner Reaktion umgeht liegt wieder in seiner Angelegenheit.

„Mein Mann sollte mir im Haushalt helfen“ – Seine Angelegenheit.

Meine Reaktion darauf kann ich mir selbst aussuchen. Ich kann fluchen, es still hinnehmen, mit der Scheidung drohen, das Vorleben was ich mir vom anderen wünsche… was auch immer ich für das Beste halte.

Wie er mit meiner Reaktion dann umgeht – wieder seine Angelegenheit!

Übung: Beobachte bei welchen Menschen rutscht du am häufigsten in deren Angelegenheit und in welchen Situationen geschieht das? Fülle das Arbeitsblatt „Urteile über deinen Nächsten“ zu einer der stressigsten / nervigsten Situationen mit der Person aus und untersuche dann deine Gedanken.

Die Rückkehr zu deiner eigenen Angelegenheit nimmt Konflikten das Drama. Du übernimmst wieder Verantwortung für dich selbst und in deinen Beziehungen kannst du klarer, liebender, authentischer und ehrlicher werden.

Möchtest du dabei Unterstützung durch mich…? Nimm einen der Kennenlerntermine wahr und lass uns gemeinsam an einem schönerem Leben für dich arbeiten!

-> hier gehts lang zum Kennenlerntermin!

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