Dranbleiben – woher nehme ich mir die Motivation?

Für mich bedeutet Motivation, dass ich auf etwas hinarbeite / etwas zu erreichen versuche, was ich mir aus meinem Inneren heraus wünsche. Ich habe so einen Grund warum ich es tue und dadurch fällt mir das TUN leichter, als wenn ich demotiviert an die Sache herangehen würde.

Wenn ich Motivation jemandem erklären würde, der mit dem Begriff nichts anfangen kann, dann würde ich ihm das warme / kribbelnde Gefühl beschreiben, welches mich erfasst, wenn ich merke, dass genau das mein Weg / meine Aufgabe / mein Ziel ist.

Ich weiß, ich weiß – das ist „nur“ die intrinsische Motivation. Also, die Motivation, welche von innen (von dir selbst) heraus kommt. Aber diese ist auch viel stärker und langlebiger als zum Beispiel die Motivation von außen, welche beispielsweise mehr Geld, ein Firmenwagen, eine schicke Wohnung bedeuten kann. Diese Art von Motivation ist deshalb so kurzlebig, weil du, wenn du sie erreicht hast schnell dieses Glücksgefühl verlierst. 150,-€ mehr Geld im Monat bedeuten dir heute vielleicht viel, in drei Monaten hast du dich dran gewöhnt und du willst mehr.

Wenn du innerlich für ein Ziel brennst, dann sprühst du vor Energie. Du wirst, je mehr Motivation in dir steckt, auch Hürden und Hindernisse spielend leicht nehmen und lässt dich nicht so einfach unterkriegen.

Um genau dieses Glücksgefühl, diesen Antrieb und Elan geht es mir. Irgendwie ist er in den letzten Jahren verloren gegangen…

Die verlorene Motivation

Du bist frustriert was deinen Job angeht, die Arbeitstage sind so lang, dass du schon Kopfschmerzen bekommst und dir den Feierabend herbeisehnst? Eigentlich hast du dir das alles ganz anders vorgestellt. Jetzt sitzt du hier am Schreibtisch, die ungeliebten Aufgaben häufen sich, die Stimmung im Team ist schlecht, die Mittagspause ist auch keine Erholung und die Stunden bis zum Feierabend gehen einfach nicht schnell genug rum.

Als du angefangen hattest in diesem Job zu arbeiten, hattest du eine ganz bestimmte Vorstellung davon wie es laufen soll. Ein paar Wochen Einarbeitungszeit, dann die Probezeit überstehen, erste Gehaltserhöhung und dann nach spätestens 2 Jahren aufsteigen oder zumindest eine verantwortungsvollere Position übernehmen.

Wie lange ist das jetzt her? Zu lange. Denn du sitzt fest!

Wo ist nur deine Motivation geblieben?

Früher hat es nicht viel Motivation gebraucht. In der Schulzeit wollten wir alle mehr oder weniger gute Noten. Einzig dafür zu lernen war nötig. Mehr nicht. Nach der Klausur konnten wir das Gelernte sogar wieder vergessen, denn es war nicht wichtig für den weiteren Weg.

Wir wollten ein neues Spielzeug wie die Freundin, den Führerschein, oder etwas anderes Materielles? Dann wussten wir, dass wir es entweder mit „Zeitungaustragen“ oder durch ansparen bekommen würden.

Im Arbeitsalltag ist das mit dem sich selbst motivieren nicht mehr so einfach. Denn alles was wir erreichen möchten müssen wir uns selbst „ausdenken“. Es wird uns nicht mehr so sehr von außen vorgegeben. Wir selbst müssen wissen, was wir erreichen wollen. Wo wir uns in drei oder auch in 5 Jahren sehen wollen. Das fällt vielen sehr schwer. Erstens, weil wir es uns meist gar nicht so einfach vorstellen können (wir wissen ja nicht was möglich ist) und zweitens, denken wir, dass eh etwas dazwischen kommt und wir es nicht erreichen können und drittens, wenn alles möglich ist, was will ich denn dann? Das demotiviert.

Wie kannst du dich motivieren?

Warum willst du dich denn motivieren? Sicher, weil du etwas an deiner Situation verändern möchtest. Weil es so, wie es jetzt ist, nicht mehr sein soll.

Das ist gut. Dein erster Schritt.

So, jetzt solltest du aber wissen, was du haben möchtest. Und nein… fang jetzt nicht an aufzuzählen, was du nicht mehr möchtest. Das ist einfach. Aber es ist nicht der richtige Ansatz!

Was möchtest du?

Du musst dir sehr klar darüber werden, was du möchtest. Anmerkung: Ja, ich weiß, dass sich Dinge im Laufe der Zeit ändern können. Aber wenn du jetzt nicht ein klares Ziel vor Augen hast, dann weißt du auch nie, wie du dies erreichen kannst! Je klarer dein Ziel ist umso einfacher ist es, die nötige Motivation zu finden.

Also, was genau möchtest du? Möchtest du einen neuen Job in einem großen Unternehmen in der Automobilbranche, wo du deinen eigenen Bereich hast und deine Arbeit mit mehreren Teams abstimmen musst.

Oder möchtest du innerhalb deines Unternehmens aufsteigen und endlich eine verantwortungsvollere Position einnehmen, Führungskraft werden und ein Team leiten?

Egal was dein Ziel ist stelle es dir so real wir möglich vor.

Ziel manifestieren

  • Wo bist du, wenn du dein Ziel erreicht hast?
  • Was hast du an?
  • Wie riecht es dort wo du dann bist?
  • Wie fühlst du dich, wenn du dein Ziel erreicht hast?

Schließe die Augen und stelle es dir ganz genau so vor, wie du es dir wünschst. Es gibt keine Einschränkungen, also lege dir auch keine Einschränkungen auf. Wenn dein Ziel beispielsweise ist 60.000,-€ im Jahr zu verdienen, dann stelle es dir nicht als Grenze vor, sondern sage dir, dass du 60.000 und mehr verdienen möchtest. Du würdest wohl eher nicht nein sagen, wenn dein zukünftiger Chef dir 63.000,-€ anbietet, oder?

Wiederhole die Übung

Um dich deinem Ziel näher zu bringen, solltest du die Übung anfangs oft wiederholen. Dann wird sich alles in dir danach ausrichten das Ziel zu erreichen. Man nennt es manifestieren. Und je fester du es in dir verankerst, umso eher handelst du auch so, dass du dein Ziel erreichst. Manches was wir täglich tun, tun wir unbewusst. Wenn aber unser Unterbewusstsein weiß wo wir hin wollen, dann gibt es sein bestes uns auch dort hin zu bringen.

Was hilft mir noch Motivation zu finden?

Da gibt es mehrere Möglichkeiten. Eine davon wende ich selbst gerne an. Vorbilder suchen.

Wenn du ein bestimmtes Ziel vor Augen hast, dann überlege /schaue, wer dieses Ziel bereits erreicht hat. Im Freundes- und Bekanntenkreis, im näheren Umfeld oder auch weiter entfernt. Versuche herauszubekommen, welchen Weg diese Person hinter sich hat um das zu erreichen, was du auch erreichen möchtest. Du kannst übrigens auch einfach fragen! Du glaubst ja nicht wie viele Leute bereit sind ihr Wissen mit dir zu teilen. Und da erfährst du auch von möglichen Stolpersteinen und Hindernissen.

Wie erreiche ich dann aber auch wirklich mein Ziel?

Gute Frage! Einfach nur eine gehörige Portion Motivation reicht natürlich nicht. Das wäre ja auch zu schön. Wichtig ist auch, dass du weißt, welche Schritte nötig sind um dein Ziel zu  erreichen.

Du findest am besten heraus, welche Voraussetzungen dafür nötig sind, indem du von hinten denkst. Was ist dein Ziel und was benötigst du dafür?

Zum Beispiel:

Du möchtest Teamleiterin werden und es gibt bei euch keinen vorgeschriebenen Karriereweg.

  • Der letzte Schritt wäre, dass dich dein Chef (oder dessen Chef), zur Teamleiterin erklärt.
  • Was ist dafür nötig? Dass dein Chef von deinem Wunsch Teamleiterin zu sein weiß.
  • Dass er sich für dich beim Vorstand stark gemacht hat.
  • Du dich bereits in kleinerem Umfang beweisen konntest.
  • Dass du die richtige Ausbildung / Voraussetzung dafür hast.
  • Deine persönliche Einstellung muss passen. Du musst mental stark genug sein, diese Aufgabe zu übernehmen.

Aus all diesen Voraussetzungen lassen sich die einzelnen Schritte für dein Ziel ableiten.

Versuche es mal anhand deines Ziels!

Dranbleiben!

Wenn du weißt wie du dich motivieren kannst und ein klares Ziel vor Augen hast, dann heißt es nur, dranbleiben. Das ist meist das schwierigste. Denn ein kleiner Rückschlag hier und ein etwas größeres Hindernis da… und schon geht die Stimmung in den Keller und es ist einfach alles hinzuschmeißen.

Wenn du aber wirklich etwas ändern möchtest, dann bitte ich dich darum, bleibe dran. Versuche dich so oft wie nötig zu motivieren, deine Ziele zu manifestieren und feiere deine Zwischenziele. Du kommst so Schritt für Schritt deinem Ziel näher und wirst sehen – du bist schneller da, wo du hinmöchtest!

Ich sende dir eine Extra-Portion Motivation und wünsche dir Durchhaltevermögen!

Ganz liebe Grüße

Nicole