Die Entscheidung den Job zu wechseln ist keine leichte. Ein Jobwechsel kann große Konsequenzen für deine Karriere haben. Ein solcher Schritt will also gut überlegt sein. Zu häufige Jobwechsel sind nicht nur schlecht für die weiteren Bewerbungen, sondern auch für die Karriere im Allgemeinen. Bewerber, welche unbeständig sind und Herausforderungen nicht meistern können, solche Bewerber möchte keine Firma. Die Sorge ist groß, Du würdest auch hier nur kurze Zeit verweilen und bei der kleinsten Herausforderung oder Ungereimtheit wieder verschwinden.

Bleibst Du einer Firma hingegen lange treu und weist dein Lebenslauf wenige Jobwechsel auf, giltst Du als bequem, unaufgeschlossen und unflexibel. So wirst Du auch nicht eingestellt. Wie ist es denn nun richtig?

Jobwechsel: NEIN!

Nur Wechseln, damit Du mal wieder etwas Neues im Lebenslauf stehen hast oder weil man das halt so macht, ist eine dumme Idee. Wenn die Arbeitsbedingungen derzeit bei dir stimmen, kannst Du dich auch ohne Jobwechsel weiterentwickeln.

Das ist möglich, wenn:

  • der Chef Dir vertraut und dich fördert.
  • Du in deiner Firma einen guten Job
  • Du deinen Bereich verantwortlich führst.
  • Du dich bezüglich deiner Arbeitsinhalteund -methoden auf dem Laufenden hältst.
  • das Arbeitsklima
  • Dir die Arbeit Freude

All diese Punkte sprechen dafür, beim jetzigen Arbeitgeber zu bleiben. Wer weiß schon, wie es woanders ist? Ob es dort wirklich noch besser ist?

Wenn Du allerdings nach langer Firmenzugehörigkeit doch einmal wechseln möchtest, wirst Du es nicht leicht haben. In deiner schriftlichen und mündlichen Selbstdarstellung musst Du dir dann besonders große Mühe geben. Bereits in deiner Bewerbung muss deutlich werden, wie sich die Herausforderungen deines Jobs über die Jahre verändert haben und wie immer wieder neue Aufgaben hinzugekommen sind. Hast Du 10 Jahre genau dieselbe Aufgabe? Dann wird es schwer einen neuen Job zu finden.

Jobwechsel: JA!

Natürlich gibt es auch gute Gründe, einen Job nach kurzer Zeit wieder zu verlassen. Gerade, wenn dich die aktuelle Position frustriert und unglücklich macht oder dich sogar gesundheitlich fertig macht. Spätestens dann solltest Du dir Gedanken um eine Veränderung machen.

Diese 5 Anzeichen sprechen für eine berufliche Veränderung.

  1. Fehlende Perspektiven

Wenn Du über Monate oder vielleicht sogar Jahre immer dieselben Aufgaben erledigst, wirst Du dich nicht weiterentwickeln. Im Berufsleben gehört es dazu, sich immer wieder neuen Herausforderungen zu stellen und an ihnen zu wachsen. Trittst Du auf der Stelle und fehlen die beruflichen oder auch finanziellen Perspektiven innerhalb des Unternehmens, ist ein Jobwechsel meist sinnvoll.

  1. Hohe Belastung

Es werden immer mehr Mitarbeiter entlassen, die Arbeit nimmt jedoch nicht ab, sondern zu. Wenn Du dann auch noch die Aufgaben der entlassenen Kollegen mit übernehmen musst, stehst Du bald unter Dauerstress. Trotz Überstunden kannst Du dann deine Aufgaben nicht ordentlich und in der für dich üblichen Qualität erledigen. Klar, wohin das führt: deine Leistung lässt nach, am Ende siehst Du wie der Versager aus – nicht der Chef und sein Missmanagement. Besser, wenn Du vorher gehst.

  1. Schlechtes Arbeitsklima

Der Chef ist ein Choleriker, die Kollegen lästern. Oder der für dich verantwortliche Vorgesetzte wechselt ständig und niemand interessiert sich für deine Arbeit – von Wertschätzung und Anerkennung ist nichts in Sicht. Auch in dem Fall solltest Du dir überlegen, ob Du in einem anderen Job nicht besser aufgehoben bist.

  1. Viel Langeweile

Der Job erfüllt nicht deine Erwartungen oder man hat dir im Vorstellungsgespräch etwas anderes versprochen. Wenn Du deinen Arbeitstag mit geschlossenen Augen bewältigen könntest und deine Aufgaben keinerlei Herausforderung bieten, dann solltest Du über eine Veränderung nachdenken. Dein jetziges Arbeitsumfeld wird nicht dazu beitragen, dass Du berufliche Erfolge erzielst. Überlegen Sie sich, ob eine andere Position nicht besser für dich und deine Fähigkeiten besser geeignet ist.

  1. Schlechte Bezahlung

Es ist demotivierend und frustrierend, wenn man das Gefühl hat, für seine Arbeit nicht entsprechend bezahlt zu werden. Wer jeden Tag aufs Neue sein Bestes gibt und sich trotzdem am Ende des Monats fragt, ob das den ganzen Stress überhaupt wert war, sollte zwar zunächst versuchen, eine Gehaltserhöhung zu bekommen. Gelingt das aber nicht, ist ein Jobwechsel durchaus eine Option.

All dies sind gute Gründe, den Job zu wechseln, auch wenn Du ihn erst seit kurzem hast. Niemand sollte sich im Job quälen und unglücklich sein.

Extra Tipp:

Verlasse also niemals leichtsinnig deinen Arbeitgeber. Frag dich, ob dieser Wechsel dir und deiner Karriere wirklich gut tut. Mehr Geld bei der neuen Firma zu verdienen ist sicher im ersten Moment toll. Aber stell´ sicher, dass Du den Gehaltszuwachs nicht am Ende mit schlechteren Arbeitsbedingungen und geringerer Jobzufriedenheit teuer bezahlst.