Jobfrust haben viele. Nur durch die Glaubenssätze meinen sie, dass ein entkommen aus dem ungeliebten Job nicht oder nur sehr schwer möglich ist. Die Innere Stimme hält sie davon ab mal nach rechts und links zu schauen. Sie gehen mit Scheuklappen durchs Berufs-Leben. So fühlen sie sich zwar im Job unwohl und wollen eigentlich etwas ändern – aber die wirklich guten Chancen entgehen ihnen, weil sie sie nicht erkennen.

Hast du auch Glaubenssätze die dich davon abhalten deinen Jobfrust gegen Arbeitsfreude zu tauschen?

1. Ist doch gar nicht so schlimm

Ach, heute war also einer der Tage die mal „nicht so schlimm“ waren? Warum? Weil du ein klein wenig Anerkennung erhalten hast? Weil, der Chef dich auf dem Flur gegrüßt hat? Oder weil heute schon Freitag ist und du ein paar Stunden früher nach Hause kannst?

Ist doch gar nicht so schlimm – ist einer der schlimmsten Sätze überhaupt. Denn er hindert dich daran zu handeln. Dem Jobfrust zu entfliehen.

Mach dir also ernsthaft Gedanken, ob es Sinn macht deinen Job zu behalten und deine Zeit täglich der Firma zu verbringen.

Am besten ist es, wenn du alles notierst, was dich an deinem jetzigen Job stört. Und gleich dahinter die Anmerkung wie sehr dich das frustriert. Erst danach urteile über schlimm oder nur kurzzeitige Demotivation.

2. Wer sagt, dass es woanders besser ist?

Guter Punkt. Stimmt, es ist nicht gesagt, dass es woanders besser ist. Du wirst in einem neuen Job wieder von vorne anfangen müssen. Mit Einarbeitung, Leistung zeigen, ins Team integrieren, und vieles mehr. Aber im Ernst, wenn es du dich im jetzigen Job wirklich nicht gut fühlst… dann denke doch bitte ernsthaft über einen Wechsel nach!

Nichts ist perfekt und Probleme gibt es überall. Aber es gibt Menschen, die ihren Job mit Begeisterung machen und rundum zufrieden sind. Auch Du kannst das haben! Denn irgendwo wartet ein Arbeitgeber auf Dich, der genau zu Dir passt. Gab es in der Vergangenheit nicht auch mal Ex-Kollegen, die weggegangen und woanders glücklich geworden sind?

3. Ich brauche das Geld

Ja, ohne Geld sieht es schlecht aus. Aber du hast doch jetzt einen guten Startpunkt. Du hast einen Job. Du wirst monatlich für deine Leistung bezahlt. Und du kannst dich aus dieser komfortablen Situation heraus bewerben.

Das sieht übrigens auch für deinen potenziellen zukünftigen Arbeitgeber viel besser aus, als wenn du dich aus einer monatelangen Arbeitslosigkeit heraus bewirbst.

Zudem hast du bei einem Jobwechsel die Möglichkeit sehr viel mehr an Gehalt rauszuverhandeln. Sehr viel mehr, als wenn du jetzt bei deinem Chef um eine Gehaltserhöhung fragst! Das ist nun wirklich kein triftiger Grund.

 

Wenn du nur eine Sache in deinem Job ins positive verändern könntest, was wäre das?

4. Meine Kinder, der Kredit, mein Mann…

Ohne Kinder ist eine berufliche Veränderung meist einfacher zu bewältigen. Ohne jegliche Verpflichtung gegenüber deinem Partner natürlich noch mehr. Lass dich davon aber nicht einschränken. Du solltest es lieber so denken:

Wenn ich einen neuen Job habe, der mich erfüllt und mit dem ich glücklich bin, dann bin ich auch ausgeglichener und zufriedener gegenüber meinen Kindern und meinem Partner. Und die Chance bei einem Jobwechsel mehr Geld zu verdienen ist so hoch. Dann können wir im nächsten Jahr gleich zwei Mal in den Urlaub.

5. Dann muss ich mich aber erstmal beweisen, ich weiß nicht ob ich das kann…

Klar kannst du! Du hast jetzt doch die Chance dir einen Job zu ergattern, welchen du wirklich willst. Wenn es das ist was du willst, wirst du dir die Zeit nehmen um dich zu beweisen. Du wirst dich über die neue Herausforderung freuen.

Wenn du wirklich gerade in einem tiefen Loch sitzt und womöglich deine Leistung schon darunter leidet… dann nutze jetzt die Möglichkeit dem Jobfrust zu entfliehen. Viel schwieriger ist es im Frustzustand seine Leistung konstant hoch zu halten, als in einer neuen Situation dich zu beweisen.

6. Ich bin nicht gut genug

Dir fehlen die Englischkenntnisse? Oder du hast keinen Hochschulabschluss?

Beides ist kein Drama. Die Englischkenntnisse kannst du dir auch noch während der ersten Zeit im neuen Job (oder in der Übergangszeit) erarbeiten. Ein benötigter Hochschulabschluss steht zwar häufig in den Stellenanzeigen, aber wenn du überzeugt bist von deiner Leistung und dies auch in deiner Bewerbung und im Vorstellungsgespräch rüberbringen kannst, dann ist das deinem zukünftigen Arbeitgeber völlig egal.

Denn was will dein neuer Arbeitgeber? Jemanden einstellen, der die Leistung erbringen kann!

Und was meinst du wie viele studiert haben und trotzdem nicht die hellsten und besten Mitarbeiter sind. Also, lass dich davon nicht abhalten. Überlege dir lieber, wie du dein vermeintliches Defizit lösen möchtest.

7. Nur noch ein halbes Jahr oder so

Wenn dich dein Job frustriert, dann solltest du dir JETZT Gedanken darüber machen wie du deine Situation änderst. Denn schiebst du das alles auf die lange Bank, dann wird es nicht besser. Es wird dich nur noch mehr belasten, da der Ausstieg in immer weitere Ferne zu rücken scheint. Das macht noch unzufriedener.

Besser… Du suchst jetzt nach einer Lösung. Dann setzt du dir ein ziemlich genaues Datum, z.B. Ende Dezember diesen Jahres. Und dann tust du alles was nötig ist um deine Jobsituation zu verbessern.

Es ist egal, ob die Veränderung dann innerhalb des Unternehmens stattfindet, oder du den Arbeitgeber wechselst oder gar selbständig wirst. Mit einem konkreten Datum gibst du dir selbst einen Ruck. Und die Veränderung wird sich dir viel eher offenbaren.