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Lebst du gerade in Angst oder fühlst du auch in der Krise Momente der Freude?

Anfang diesen Jahres habe ich mich viel mit meinen Gefühlen auseinandergesetzt. Gut, das tue ich eigentlich schon immer. Aber in diesem Fall habe ich komplette 4 Wochen so ziemlich jeden Abend dafür genutzt mir über meine Gefühle, meine Gedanken und über meine Sichtweisen klar zu werden und meinen Fokus in eine neue Richtung zu lenken.

Im letzten Jahr gab es mehrere Ereignisse, welche meine Welt ein wenig auf den Kopf gestellt haben. Mein Leben hat sich schwierig, anstrengend, einengend, freudlos, traurig usw. angefühlt. Nicht schön.

Aber mir war immer eines bewusst: Mein Leben wird sich nur ändern, wenn ich anfange meine Gefühle in ein anderes Level zu bringen. Und meinen Fokus in eine andere Richtung zu lenken.

Im Laufe unseres Lebens pendeln wir uns häufig auf eine bestimmte Gefühlsfrequenz ein. Leider liegt diese Frequenz bei vielen Menschen irgendwo zwischen Angst und Unsicherheit dem Leben gegenüber. Die aktuelle Krise wird dieses Gefühl sicher noch verstärken.

Häufig bin ich genervt und habe eine unterdrückte Wut. Wenn ich mich konzentriere und im JETZT bin empfinde ich Frieden (weil es nichts gibt, das mich jetzt stört)

Eine der Erkenntnisse von mir zu Jahresbeginn

Wenn ich im JETZT bin kann ich mich gut fühlen

Es bringt nichts sich Krisen oder schwere Zeiten schön zu reden. Aber es gibt eine Möglichkeit aus der Angst und Unsicherheit rauszukommen, ohne sich selbst zu belügen.

Wie es nicht geht…

Oft denken wir, dass es in der Zukunft irgendwann besser wird. Dass wir nur dann (wieder) Freude empfinden können, wenn irgendetwas im Außen psasiert ist. In der aktuellen Situation gibt es sicher einige die denken, dass alles besser wird, wenn die Quarantäne / Ausgangssperre aufgehoben wird. Erst dann können wir wieder Freude empfinden. Nur dann ist alles wieder gut. Wir verlagern so unser Glück in die Zukunft – die nicht mal in unserer Hand liegt. Zusätzlich führt es dazu, dass wir in einer Schwingung von Mangel bleiben. Da Gleiches immer Gleiches anzieht, werden wir so eher noch mehr Mangel erfahren – weil genau darauf unser Fokus gerichtet ist.

Wie du aus der Angst in die Freude kommen kannst

Aus der Angst in die Freude zu kommen ist kein einfacher Weg. Leider. Du kannst nicht einfach denken, ab heute habe ich keine Angst mehr und damit empfinde ich mehr Glück und Zufriedenheit und sehe glitzernde Einhörner… Nun ja, wenn du glitzernde Einhörner siehst, hast du wahrscheinlich ein ganz anderes Problem.

Was ich damit sagen will ist. Angst ist ein starkes Gefühl, welches dich nicht einfach so loslassen wird, wenn du dir sagst, dass du es jetzt loslässt. Die Aufgabe wird sein, dass du die Angst oder die Unsicherheit, welche du im Moment empfindest langsam in den Hintergrund drängst. Und zwar indem du schaust, was du stattdessen empfinden möchtest.

Ich selbst habe mir beispielsweise Freude und Liebe ausgesucht

Hört sich toll und vielleicht arg hochgegriffen an? Mag sein. Aber wir machen unsere Gefühle selbst. In jedem Moment können wir positive Gefühle finden und erleben. Das Gefühl machen wir selbst.

Wenn ich also Freude empfinden möchte – wo finde ich diese in der jetzigen Krisensituation?

Freude: * empfinde ich, wenn mir etwas gelingt (wie zum Beispiel meine Arbeit, mehrere Artikel in Folge zu schreiben, meine Kinder während der Ausgangssperre zu bespaßen… * Ich ein tolles Lied laut und in Dauerschleife höre… * Ich einen Podcast höre oder einen tollen Film sehe… *Ich mich selbst oder andere beschenke…

Liebe: *empfinde ich, wenn ich andere umarme… * zu meinen Kindern… *wenn ich einer Person sehr nahe bin und sie mir im Detail ansehe, berühre, zärtlich bin… * wenn ich Vertrauen habe und mutig bin…

Und was kann ich im Alltag tun, um im Einklang mit den von mir angestrebten Gefühlen zu handeln?

  • Ich richte mich nach der Freude aus. Ich tue Dinge die Spaß machen und die mir gut tun. Eigentlich stünde hier jetzt etwas wie snowboarden, skifahren, Inline skaten, windsurfen, Freunde besuchen, im Restaurant essen gehen… Während der Corona-Krise kann ich aber auch Freude in einem Telefonat, einer Kurznachricht, oder beim kochen finden…
  • Ich liebe mich selbst (ich bleibe in meiner Angelegenheit und erwarte es nicht im Außen!). Ich tue Gutes für meinen Körper. Ich gebe mir (Frei-)Raum – ich gehe allein mit dem Hund raus oder schnappe mir die Inlineskates und fahre eine Runde. Ich rede lieb von mir selbst. Ich erkenne an, wenn mir etwas gut gelingt und bin liebevoll mit mir selbst, wenn es mal nicht so gut läuft.

Übung: Um dich nicht allzu sehr zu überfordern… suche dir zwei (maximal 3) positive Gefühle aus, auf die du deinen Fokus legen möchtest. Am besten notierst du diese und überlegst auch gleich, wie du im Alltag den Zustand dieses positiven Gefühls erreichen kannst. Ich hatte dir im Artikel ja schon ein paar Beispiele genannt, dir fällt bestimmt noch einiges mehr dazu ein.

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