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Akzeptanz

Das Wort Akzeptanz bedeutet einerseits, dass wir etwas ganz bewusst aktiv in Empfang nehmen, annehmen, vielleicht sogar willkommen heißen. Akzeptanz kann aber auch das passive Empfangen von dem bedeuten, was auch ohne unser Dazutun und unserem Willen in unserem Leben geschieht.

Für das Stärken unseres Selbst und unserer Seele ist es sinnvoll, dass wir um beide Seiten der Akzeptanz wissen und uns diese bewusst machen. Die passive Seite kann uns helfen zu akzeptieren, dass wir nicht alles in unserem Leben bestimmen und steuern können. In unserem Leben gibt es auch einfach Dinge, die passieren. Auch, wenn sie nicht durch unser aktives Tun in unser Leben gekommen sind, sie sind da.

Die bewusste Entscheidung uns selbst und das Leben liebevoll anzunehmen, ist die aktive Seite der Akzeptanz. Wenn wir uns bewusst machen, dass wir uns und das Leben lieben können. Wir lieben uns selbst, mit allem, was wir bewusst in unser Leben geführt haben, aber wir lieben auch das was in unser Leben kommt, ohne dass wir dies aktiv wollen / wollten.

Akzeptanz bedeutet auch, die Dinge klar zu sehen wie sie sind. Schlimmes wie auch Schönes. Eine mutige und klare Sicht auf das eigene Leben ist notwendig, um die Wahrheit zu erkennen und sich von seinen negativen Gedanken heilen zu können.

Sei mutig und sieh dir die Realität an

Nun wissen wir auch, dass jeder die Welt ein wenig anders wahrnimmt und somit auch unterschiedliche Realitäten nebeneinander existieren. Wer einfach nur akzeptiert was ist, wird nicht automatisch glücklicher. Denn was akzeptiert derjenige denn in diesem Moment. Das was ist, das was seiner Meinung nach sein könnte oder gar die vermeintliche Meinung der Eltern?

Wer sich aber seine Welt genauer anschaut und die Wahrheit hinter dem Empfinden hinterfragt, wird schnell merken, dass es immer mehrere Wahrheiten gibt. Dass es mehrere Realitäten gibt. Und dass, wenn man das weiß, sich die meisten Probleme auflösen oder zumindest nicht mehr so schwer anfühlen.

Hinterfrage deine Gedanken

Unsere Gedanken spielen uns oft Streiche. Wenn sich ein Freund / eine Freundin eine zeitlang nicht meldet, kommen wir ins Grübeln und hinterfragen die Freundschaft. Oder jemand hat uns gegenüber etwas abwertendes geäußert und uns damit verletzt. Egal welche negativen Gedanken jetzt aufkommen, wir haben immer die Möglichkeit diese auf ihren Wahrheitsgehalt zu überprüfen.

Die erste der 4 Fragen von THE WORK – ist es wahr?

Ganz gleich, welche negativen Gedanken uns im Kopf herumschwirren. Die erste Frage, um wieder Ruhe in den Kopf zu bekommen, darf sein – ist es wahr?

Ist es wahr, dass meine Freundin kein Interesse mehr hat mit mir Zeit zu verbringen?

Oder bin es nicht auch ich selbst, die sich selten meldet. Habe ich vielleicht in letzter Zeit sehr schlechte Laune, so dass es keinen Spaß macht Zeit mit mir zu verbringen? Hat meine Freundin eventuell viel privaten / beruflichen Stress mit dem sie mich nicht behelligen möchte. Ist sie eventuell abgelenkt durch Herausforderungen, die sie in letzter Zeit bewältigen muss?

Die Person XY hat mich abwertend behandelt – ist das wirklich wahr?

Oder habe ich es einfach nur in den falschen Hals bekommen, weil ich bei diesem Thema etwas empfindlicher bin als andere. Hat diese Person wirklich mich gemeint, oder hat sie nicht sehr wahrscheinlich einfach auch ein großes Problem mit sich selbst und sucht sich ein Ventil über das sie sich Luft verschaffen kann? Oder haben wir vielleicht etwas unpassendes im Vorfeld geäußert und waren uns nicht bewusst, dass dies der Auslöser für den Unmut dieser Person ist?

Beginne deine Ansichten (Realitäten) zu hinterfragen

Wenn du beginnst deine Ansichten zu hinterfragen, wirst du automatisch sehen, dass es auch für dich mehrere Realitäten gibt. Denn wenn du beispielsweise von der einen Person enttäuscht bist, weil sie etwas bestimmtes gesagt oder getan hat, so kann dich dies bei einer anderen Person weniger oder auch gar nicht stören. Du wirst merken, dass der gleiche Satz / die gleiche Handlung, von unterschiedlichen Personen auch unterschiedliche Reaktionen in dir hervorrufen können.

Es kann also nicht an der Handlung oder an dem Gesagten liegen, was dich so enttäuscht. Du kannst dich jetzt fragen, woran es wirklich liegt. Warum du enttäuscht bist. Finde den Ursprung des Ganzen, indem du immer wieder aufkommende Gedanken hinterfragst. Wenn wir immer tiefer fragen und auch die Antworten nicht gleich akzeptieren, sondern auf den Wahrheitsgehalt überprüfen, werden wir merken, dass alles im Außen seinen Ursprung in uns hat.

Jeder von uns trägt tief in sich den Wunsch nach Liebe und Anerkennung. Oft sind wir nach außen gerichtet und erwarten, dass das Leben uns mit Liebe und Anerkennung überschüttet. Aber das wird so nicht passieren. Nicht mit dem richtigen Partner, dem großen Haus, dem gut bezahlten Job oder was auch immer du denkst, dass nötig ist, um Liebe und Anerkennung zu bekommen.

Liebe und Anerkennung wirst du nur in dir selber finden.

Du musst also nicht enttäuscht sein von dem anderen. Egal was er oder sie sagt oder tut… Entscheide dich nur wie lange du dich darüber ärgern möchtest, wie du darauf reagieren möchtest und akzeptiere wie es ist. Dann lassen dich die negativen Gefühle los.

ÜBUNG: Wenn dir der nächste negative Gedanke erreicht, hinterfrage ihn.

Frage dich als erstes „ist es wahr?“

und dann frage dich, warum du diesen Gedanken überhaupt hast „worin liegt der Ursprung dieses Gedanken?“

Hinterfrage deine Gedanken so lange, bis du zu deiner Wahrheit gelangst. Und akzeptiere, dass es so ist. Dann wird dich der Gedanke loslassen.

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