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    Oft machen wir uns mit unseren Gedanken und Denkmustern das Leben selber schwer. Meist jedoch wissen wir gar nicht warum eigentlich oder wie das plötzlich kommt, dass wir schlechte Laune haben. Dass wir 60.000 Gedanken pro Tag denken hast du bestimmt auch schon gehört. 60.000 hört sich auch ganz schön viel an. Das sind pro Minute erstaunliche 41 Gedanken. Das schlimme ist aber nicht die Menge, sondern, dass diese hauptsächlich negativ sind. Und noch fataler wird, wenn uns bewusst wird, dass ein Großteil der Gedanken eigentlich eine Gedankenschleife ist. Ein permanentes wiederholen der immer und immer gleichen Gedanken. Viele negative Gedanken, die in Dauerschleife deinen Kopf vollmüllen. Anders kann man es doch nicht nennen. Und schön ist es gleich gar nicht.

    Wie kannst du die negative Gedanken Dauerschleife durchbrechen?

    Es gibt einige die sagen würden, dass dir hier Meditation hilft. Ich gehöre auch dazu, wenn ich ehrlich bin. Meditation ist wirklich sehr gut, um zu entspannen, den Kopf zu beruhigen und dadurch auch die Gedanken zu stoppen. Allerdings ist Meditation für Ungeübte, erstens Überwindung und zweitens dauert es eine Weile, bis sich die positive Wirkung von Meditation vom ersten Moment in dem du dich setzt auch einstellt.

    Was also kannst du sonst tun um deine negativen Gedanken loszuwerden?

    Ich habe da eine wunderbare und einfache Methode gefunden um unerwünschte und belastende Gedanken loszuwerden.

    negative Gedanken auflösen

    Wenn du wieder einmal in einer negativ-Spirale bist, dann frage dich…

    Ist der Gedanke, den ich gerade denke wahr?

    Ich gehe in mich und frage ganz konkret nach

    • Ist es wahr, dass ich mich im Moment schlecht fühlen muss?
    • Ist es wahr, dass ich traurig sein muss, meine Freunde nicht zu sehen?
    • Ist es wahr, dass mein Partner mich mit Absicht verbal verletzt?
    • Ist es wahr, dass ich keine Wahl habe etwas zu ändern?

    In den meisten Fällen wirst du merken, dass es nicht der Wahrheit entspricht, was du an negativen Gedanken denkst. Sie belasten dich nur, aber sie sind meist nicht mal wahr.

    Und meinst du nicht auch, dass Gedanken, welche nicht wahr sind, dich aber belasten, nicht einfach weg sein dürfen? Der erste Schritt diese Gedanken loszuwerden ist, zu erkennen, dass sie nicht wahr sind und dann aktiv zu sagen „Danke, Gedanke, dass du da bist – aber ich weiß, du bist nicht wahr, deshalb darfst du gehen“

    Wenn du dich aber fragst, ob der Gedanke wahr ist und in dir brodelt es und schreit wehement „Klar! Natürlich ist das wahr!“, dann gibt es noch einen weiteren Schritt, den du gehen kannst und zwar…

    Ist der Gedanke, den ich gerade denke förderlich?

    Viele unserer negativen Gedanken entstehen ja auch oft, weil wir ein Problem lösen wollen. Weil etwas nicht so ist, wie wir es uns wünschen. Weil etwas in unserem Leben schiefläuft, weil wir Sorgen haben, weil wir unsicher sind… Es gibt viele Gründe. Für viele unserer negativen Gedanken.

    Aber frage dich doch, wenn du wieder traurig und wütend über etwas nachdenkst,

    Ist dieser Gedanke gut für mich und hilft er mir weiter?

    Meistens helfen uns die negativen Gedanken überhaupt kein Stück weiter. Wie in einer Dauerschleife wiederholen sie sich nur und wir kommen zu keiner Erkenntnis. Keine Lösung ist in Sicht. Kein Hoffnungsschimmer.

    Wenn du also merkst, dass die Gedanken dich nur runterziehen, dann stoppe sie aktiv. Werde dir bewusst, dass es ein Gedanke ist. Etwas das dir im Kopf herumspukt, das du aber nicht bist. Du musst es weder glauben noch danach handeln. Wenn du dir bewusst wirst, dass der Gedanke da ist und du aber nicht bereit bist dich darin zu suhlen, dann eröffnest du dir die Chance den Gedanken ziehen zu lassen.

    Das wird nicht von Jetzt auf Gleich passieren.

    Bei der Geschichte mit der Wahrheit eines Gedanken ist das was anderes. Wenn etwas nicht wahr ist, fällt es uns leichter nicht mehr daran zu glauben und es loszulassen.

    Gedanken, die zwar wahr sind, aber dich nur runterziehen lassen dich meist aber nicht so einfach los. Sie kleben an dir, sie verfolgen dich.

    Du kannst dich aber umprogrammieren.

    Stelle dir stattdessen Fragen…

    Fragen verletzen nicht. Fragen verhelfen dir zu Lösungen und Hoffnungsschimmer.

    Mit Fragen kannst du deine Denkmuster unterbrechen und zum besseren und ins Positive umformen. Du lernst so, Lösungen zu finden und vermeidest dich in der Trauer, Wut und Unsicherheit zu verlieren.

    http://unsplash.com

    Ich selbst…

    Ich selbst habe auch negative Gedanken. Ich ertappe mich dabei und denke dann „muss doch nicht sein, oder?“. Aber es braucht Zeit… Du darfst geduldig mit dir sein, wenn es nicht auf Anhieb klappt, die negativen Gedanken zu erkennen und loszuwerden.

    Du hast jahrelang trainiert, die negativen Gedanken zu denken. Viele deiner Denkmuster sind über 20 Jahre alt! Die durchbrichst du nicht einfach über Nacht. Und das musst du auch nicht.

    Ich selbst, wo ich mich seit gefühlt fast 2 Jahrzehnten mit Persönlichkeitsentwicklung beschäftige, auch ich gehe nicht jeden Tag beseelt über Blumenwiesen und strahle mit der Sonne um die Wette. Schön wär´s! Und ich beneide alle, die tagtäglich ein sonniges Gemüt haben. 😉

    Aber ich habe gelernt, meine Gedanken auf Wahrheit und auch auf Förderlichkeit zu prüfen. Und damit fallen schon einige Gedanken einfach weg. Ich entscheide so nämlich, dass ich mich im Moment nicht damit beschäftigen möchte. Ich entscheide darüber, dass diese Gedanken zwar da sein dürfen (wegdrücken bringt ja nichts), aber im Moment möchte ich nicht gestört werden, von etwas das erstens nicht wahr oder zudem auch nicht gut für mich ist.

    Hab Geduld mit dir.

    Es ist nicht einfach ein Denkmuster, welches man über ewige Zeiten antrainiert hat, zu ändern. Gib dir Zeit. Lass dich nicht entmutigen.

    Und wenn du an einem Punkt bist, wo du nicht mehr weiterweißt – du merkst nur, dass du dir mit den Gedanken selbst nicht gut tust, dann schreibe mir gern.

    Eine kurze Nachricht deinerseits reicht und ich schau, dass ich dir dabei helfe

    …den Gedanken und das damit verbundene schlechte Gefühl loszuwerden.

    Deine Nicole
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